Geschichten

Wie Menschen Gott im Alltag erleben.


Vor zwei Jahren wurde in meinem Darm eine Entzündung festgestellt - kein bösartiges Geschwür, aber kein Arzt wusste, woher das Geschwür kam und auch die Medikamente, die ich bekam, brachten keine Abheilung. Es wurden viele Untersuchungen gemacht, um der Ursache der Entzündung zu finden, allerdings ohne Erfolg. Dieses Jahr kam dann sogar das Thema „Operation” auf den Tisch. 
Seitdem ich im Herbst 2015 den „Entdecke Gott-Kurs“ gemacht hatte, beteten viele und auch meine Kleingruppe intensiv für eine Heilung meines Geschwürs. 
Nach einigen, wieder mal nichts sagenden Untersuchungen, schlugen die Ärzte eine Bauchspiegelung vor, bei dem im Bauchraum geguckt werden könnte, ob es noch andere Geschwüre an anderen Organen gäbe. Zuerst stimmte ich dieser Untersuchung zu, doch nach einiger Zeit überkam mich das Gefühl, dass diese Entzündung im Darm nicht mehr da sei. Die letzte Überprüfung meiner Entzündung war schon eine Weile her und ich sprach mit meinem Arzt, um erneut zu gucken, ob sich etwas am Geschwür geändert hätte. Ich war aus irgendeinem Grund fest davon überzeugt, dass die Entzündung nicht mehr da war. 
Und tatsächlich: letzten Monat (Juni 2016) wurde mein Darm erneut untersucht und das Geschwür war abgeheilt. Meine Eingebung wurde bestätigt und somit ist das Thema „Operation“ auch wieder vom Tisch. Die Ärzte können mir nicht sagen, woher das Geschwür kam und auch jetzt können sie mir nicht sagen, warum es wieder gegangen ist, aber ich denke, dass es das Wirken Gottes war, dass meine Entzündung geheilt hat. Danke! Und danke an alle, die für mich gebetet haben!
— J.
 
Im Oktober 2014 ist unser zweitgeborener Sohn im Alter von 13 Jahren von uns gegangen. Nach einem beschwerlichen Leben gefangen in seinem kaputten Körper von Geburt an und vielen anderen Grundleiden, verschlimmerte sich in den letzten 2 Jahren seine Skoliose so extrem, dass ihm das Atemholen zu einer ständigen Kraftanstrengung wurde. Seine Lebenserwartung war von Beginn an niedrig und wir lebten die ganzen Jahre mit dem Wissen, dass Justus plötzlich sterben könnte. Wir wussten und glaubten, dass Justus Zeit in Gottes Händen stand. Wir waren so dankbar, dass er unser Gebet erhörte, dass Justus in unserem Beisein zu Hause sterben könnte und uns schwierige Entscheidungen erspart blieben. Fast alle ihm lieb gewordenen Menschen konnten sich von ihm verabschieden, mit ihm die letzte Wegstrecke gemeinsam gehen und dabei eine bereichernde, wenn auch nicht leichte Zeit erleben. Justus Leben hatte einen Sinn und Auftrag zu erfüllen. Diese Bedeutung erahnen wir nur ein kleines Stück, aber Gott kennt die ganze Bedeutung.

Durch unseren Sohn Justus habe ich ein Stück mehr verstanden, was „Loslassen“ bedeutet. Das Loslassen begann nicht erst, als er im Oktober gestorben ist. Ich erinnere mich, als ich Justus als Baby bereits in die guten Hände unseres Gottes loslassen musste. Immer und immer wieder wurde ich in den letzten 13 Jahren herausgefordert, Gott zu vertrauen in Situationen, die außerhalb meines Horizontes und meiner Kontrolle lagen.

Der folgende Zusage Gottes hat uns die ganzen Jahre begleitet: So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken. ... Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr. Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren. (Aus: Die Bibel, Jesaja 55,9 und Jeremia 29,11)

Wie gut, dass es kein blindes Vertrauen ist, sondern ein Vertrauen in eine reale Person, Jesus Christus, die gelebt und einen Weg gegangen ist, der schlimmer und schwerer war, als alles, was wir überhaupt erleben können. Im Vergleich dazu sind unsere Sorgen und Nöte so klein.

Während wir in unseren Nöten diesen auferstandenen Herrn an unserer Seite haben, der uns trägt und tröstet, hatte Jesus damals niemanden, der ihn tröstete oder beistand. Seine engsten Freunde hatten Angst und ließen ihn allein. Selbst sein himmlischer Vater musste ihn am Kreuz verlassen, um den Weg in den Himmel für alle Menschen frei zu machen. In der Bibel steht, dass alle Menschen sich vor Gott für ihr Leben verantworten müssen, für Ihr Tun gerichtet werden und eine gerechte Strafe erhalten. Mit unserer Entscheidung Jesus zu glauben oder nicht zu glauben, bestimmen wir den Ort, wo wir die Ewigkeit zubringen werden. Daher ist es so wichtig, sich bei Lebzeiten darüber Gedanken zu machen!
— K.
Am 25.12.2011 habe ich erfahren, das mein Mann nach 20 Jahren Ehe eine neue Liebe gefunden hat. Er ist am gleichen Abend zu ihr gezogen. Wir haben 5 Kinder und 2 Enkelkinder. 4 unserer Kinder waren zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause. Mein Mann hat gesagt, er wird sich weiter um die Kosten für das Haus kümmern. Das hat er im Januar auch noch eingehalten, aber ab Februar dann nicht mehr. Ich konnte das vom meinem Gehalt nicht alles bezahlen. Viele Glaubens- geschwister haben gebetet und mit Rat und Tat geholfen. Ich war total verzweifelt.

Ich wusste nicht „wohin“, denn klar war: ich musste aus dem Haus. Ich war zu dem noch im Insolvenzverfahren, was die Wohnungssuche sehr erschwerte. Meine erwachsenen Kinder suchten für sich selbst auch eine Wohnung. Ich hatte keine Lösung für die vielen Probleme. Ich war ohne Plan, habe nur mit Gott gesprochen und wusste tief in mir: „Er lässt mich nicht im Stich. Ich bin seine Tochter und er liebt mich.“ Ich habe mich immer an den Spruch in der Bibel erinnert: „Seht Euch die Vögel des Himmels an. Sie säen nicht und ernten nicht, aber ihr himmlischer Vater ernährt sie doch.“ Ich habe vertraut und meine Geschwister haben mich mit Gebeten unterstützt, was mir Kraft gab.

Alle haben bei der Wohnungssuche geholfen. Ich war schon total mutlos, denn aufgrund meines Insolvenzverfahrens sagten mir diverse Vermieter ab. Nur bei einer Wohnung, wollte die Dame der Wohnungsbaugesellschaft nichts sehen, hat keine Fragen gestellt und mir gleich den Schlüssel für eine Wohnungsbesichtigung gegeben. Ich war total überrascht. Ein Wunder, dachte ich. Die Wohnung war nicht der Knaller, aber eine Lösung für die Situation und ich nahm die Wohnung. Für mich war das die Antwort meines Vaters im Himmel, der mich nicht im Stich gelassen hat. Nach und nach konnten wir alle das Haus schweren Herzens verlassen.

1 Jahr später musste ich aus der Wohnung wegen Schimmelbefall wieder ausziehen. Ich bin zur Gesellschaft gegangen und habe um eine andere Wohnung gebeten. Diesmal war eine andere Dame da und sie meinte, dass ich damals „ohne Schufa-Auskunft“ die Wohnung bekommen habe, versteht Sie nicht. Das machen sie normalerweise nicht!

Das bestärkte mich nochmal, das Gott in der Situation da war und geholfen hat. Glauben heißt sehen! Ich bin so froh, nicht ohne Gott leben zu müssen. Er ist immer da.
— C.